Imsbach liegt am südlichen Rand des Donnersberg-Vulkanitmassiv, das aus einem Alkali-Rhyolith aufgebaut wird. Unweit nördlich/nordöstlich des Dorfes fand auf NW-SO-verlaufenden Klüften im Rhyolith eine intensive hydrothermale Mineralisation statt. Phänomenologisch läßt sich hier eine 'porphyry copper' Lagerstätte beobachten, deren Mineralisation sich auch intensiv auf das rhyolithische Nebengestein ausgewirkt hat (Kaolinitisierung, Verkieselung etc.).

Die in der Tiefe anstehenden Primärerze sind meist Sulfide wie Bleiglanz, Kupferkies, Zinkblende, Fahlerze etc. Mit abnehmender Teufe machen sich immer stärker hydrothermale und oberflächennahe Alterationen bemerkbar, die zu einer ungemein vielfältigen Mineralisation geführt haben. Qualitativ (nicht quantitativ) ist diese Mineralisation mit der Oxidationszone von Tsumeb durchaus vergleichbar.

Mineralienausstellung im Museum.
Mineralienausstellung im Museum.

Das bedeutendste Abbauerz der oberen Abbauten war Chalcosin, häufig und z.T. inning verbunden mit mächtigen Malachit-Gängen (bis mehrere cm mächtig). Die z.T. noch heute aufzufindenden wesentlicheren Minerale der Imsbacher Grubenbezirke sind ged. Kupfer, ged. Silber, Chalcosin, Cuprit, Tenorit, Malachit, Azurit, Cerussit, Langit, Wulfenit, Mimetesit, Erythrin, Chrysokoll.

Im Langental, östlich von Imsbach, im Kontaktbereich von basischen Vulkaniten mit dem Alkali-Rhyolith des Donnersberges liegt eine Eisenerz-Lagerstätte, welche bereits in römischer Zeit in Abbau stand. Auch hier - wie in der Lokalität Eisenstein - dominieren Hämatit und Quarz die gangförmige Mineralisation. Malachit tritt selten in nadeligen Kristallen in kavernösen Eisenkieselaggregaten auf.

Zwischen dem Eisenerz-Vorkommen im östlichen Langental und dem weiter westlich gelegenen Imsbacher Kupferrevier findet sich im westlichen Bereich des Langentales eine kleine, eigentümliche Lagerstätte von Kupfer-Sulfosalzen mit relativ starker Cobalt-Anreicherung in einer karbonatischen Matrix. Sie könnte ein Beispiel dafür sein, wieweit die im Bereich der 'argillic zone' freigesetzten Ca-Komponenten eines basischen Ausgangsgesteines transportiert werden und in welcher Form sie dann abgeschieden werden.

 

Quelle: Haneke, J. & Hofmeister, W. (1996): Mineralisationen im Saar-Nahe-Gebiet.- Jber.Mitt.oberrhein.geol.Ver., N.F. *78*, 95-120, Stuttgart.

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